Die Straße der Romanik

Stefan Primke  
hannover@galeria-reisen.de

Unterwegs im nördlichen Harzvorland- Während der Oberharz wegen seiner dunklen Wälder und schroffen Klippen lange als unheimlich galt und von den Menschen gemieden wurde, entwickelten sich im Harzvorland mächtige Städte, die in der deutschen Geschichte und Kultur eine bedeutungsvolle Rolle spielten.

Eine Vielzahl von romanischen Kirchen und Klöstern und sehenswerte kleine Fachwerkstädte prägen das Gesicht dieser Region, die auch als „Wiege der Reformation“gilt.

Als Ausgangspunkt meiner Reise wählte ich den an der Landesgrenze zu Sachsen Anhalt liegenden Ort Vienenburg, mit dem ältesten noch erhaltenen Bahnhofsgebäude Deutschlands.
Über das kleine Fachwerkstädtchen Hornburg, ein Kleinod mit über 400 gut erhaltenen Fachwerkgebäuden ging es entlang des Großen Fallsteines über die Landesgrenze nach Osterwieck. Noch heute erinnert ein Schild an die ehemalige Teilung der beiden deutschen Staaten bis 1989. In den Gassen von Osterwieck scheint die Welt nahezu stehen geblieben zu sein. Der komplette Altstadtkern steht unter Denkmalschutz. Nicht umsonst diente die beschauliche Stadt in zahlreichen Filmproduktionen schon als Kulisse. Bedingt durch die grenznahe Lage war zu Zeiten der DDR vieles dem Verfall preisgeben. Erst in den letzten Jahren werden die vielen verfallenen Fachwerkhäuser wieder mühevoll saniert und die Stadt erfährt neuen Glanz.

Über Stapelburg mit seiner fotogenen Burgruine erreichte ich mein Etappenziel Ilsenburg.
Bekannt geworden ist Ilsenburg durch seine landschaftlich traumhafte Lage am Fuße des Brockens die schon den deutschen Dichter und Denker Heinrich Heine auf seiner Harzreise begeisterte. Der Aufstieg durch das wildromantische Ilsetal (Heinrich Heine Weg) auf den Brocken gilt als schönster jedoch auch anstrengendster Weg auf den höchsten Berg des Harzes. Belohnt wird die Mühe ( 900 Höhenmeter sind zu überwinden) durch eine fantastische Weitsicht und grandiose Naturschönheiten wie z.B. die Ilsefälle.

 

Wander- und Hoteltipps auf der Straße der Romantik

Wandertipp:
Mit dem Erdgasbus der Buslinie 288 gelangt man zwischen Mai und Oktober von Ilsenburg direkt in den Nationalpark Harz nach Drei Annen Hohne ( mit Kurkarte kostenfrei ). Von dort führt eine fantastische Wanderung entlang des Hohnekammes mit seinen spektakulären Felsformationen durch das Ilsetal zurück nach Ilsenburg.
Tageswanderung /Länge: ca. 20 Km/Charakter: leicht, da 80 % der Strecke bergab geht.

Hoteltipp:
***** Landhaus zu den Roten Forellen
Ruhig und idyllisch, direkt am Forellensee und Markt von Ilsenburg gelegenes Luxushotel. Das romantische Landhaus (76 Zimmer) besticht durch seine Eleganz, ein stilvolles Ambiente und herzlichen Service. Trotz der modernen Ausstattung bleibt der historische Charakter des Hauses mit all seiner Wärme und Gemütlichkeit erhalten. Das Hotel verfügt über das Gourmetrestaurant „Forellenstube“, ein à-la-carte-Landhausrestaurant mit Seeterrasse, welches 2013 mit einem Stern im Guide Michelin und 14 Gault Millau-Punkten ausgezeichnet wurde.
Für Wellness-Liebhaber bietet das Hotel eine großzügige Sauna- und Badelandschaft mit Hallenbad, Finnischer Sauna, römischem Dampfbad, Rasul und Hamam, Whirlpool und Aromagrotte. Gegen Gebühr sind Massagen, Peelings, Packungen, Bäder und Gesichtsbehandlungen im Beauty- & Massagebereich „Forellen SPA“ erhältlich.

**** Kurparkhotel Ilsenburg
Am Ortsrand von Ilsenburg und direkt im idyllischen Ilsetal gelegenes Hotel. Wanderwege in den Nationalpark Harz starten direkt vor dem Hotel. Das Haus mit 32 Zimmern ist zertifiziert als „Qualitätsgastgeber wanderbares Deutschland“. Für Entspannung sorgt ein Saunabereich (90 °C- und 60 °C-Sauna) mit kleiner Außenterrasse sowie ein Fitnessraum. Massage und Wellnessanwendungen sowie Mountainbikes sind gegen Gebühr erhältlich.

Am folgenden Tag ging es von Ilsenburg über den Ort Drübeck mit seinem sehenswerten über 1000 Jahre alten Kloster nach Wernigerode. Romantische Gassen und zahllose Fachwerkbauten prägen das Stadtbild und gaben der „bunten Stadt am Harz“ ihren Namen. Schmuckstücke sind das Rathaus und das Krummelsche Haus. Hoch über der Stadt thront das Schloß. Da Wernigerode schon zu DDR Zeiten als Vorzeigestadt diente, ist das Zentrum vorbildlich saniert, wirkt sehr gepflegt und ist mit seinen zahllosen Geschäften und gastronomischen Betrieben das pulsierende touristische Zentrum der Region. Eine besondere Attraktion sind die Fahrten mit den dampf betriebenen Lokomotiven der HSB auf den Brocken sowie der Harzquerbahn.

Hoteltipp:
**** Travelcharme Gothisches Haus
Innovation und Tradition in perfekter Harmonie zeichnen dieses direkt am Marktplatz von Wernigerode gelegene Hotel aus. Nicht umsonst wurde es mit besonders guten Bewertungen belohnt und durch Holiday Check als Top Hotel ausgezeichnet. Genießer, die sich gerne von anspruchsvollen Kreationen aus der Küche überraschen lassen möchten kommen, im vom Gault Millau ausgezeichneten Restaurant, auf ihre Kosten. Der große Wellnessbereich mit Puria Classic Spa, Finnischer Sauna (90-110°C), Dampfbad (42-45°C), Sanarium (60°C), großem Whirlpool (33°C), Erlebnisduschen, „Sabia Med“-Ostseestrand mit UV-Bestrahlung, 2 beheizten Wärmebänken und Ruhezone runden den Aufenthalt in diesem Haus der Spitzenklasse ab.

Nächste Station meiner Reise ist die Stadt Blankenburg. Vorbei am Kloster Michaelstein mit seiner bedeutsamen Musikakademie erreiche ich das Kleine Schoß von Blankenburg mit seinen sehenswerten Schlossgärten.
Ein Abstecher zur Festung Regenstein ist sehr empfehlenswert ( Spektakulär auf einem 75 m hohen Sandsteinmassiv gelegene Festung mit natürlich und künstlich angelegten Höhlen ).
Ebenfalls erwähnenswert sind die Sandsteinhöhlen im Waldgebiet Heers am Fuße der Festung.

Wandertipp:
Eine Wanderung auf dem Kammweg der „Teufelsmauer“ von Blankenburg nach Neinstedt, einem einzigartigem geologischen Naturdenkmal um das sich viele Sagen und Mythen ranken. Über den Kammweg klettert man über die bizarre Felsenwelt und genießt die Ausblicke ins Vorland.

Während leider im einst mächtigen Halberstadt durch den Krieg die meiste historische Bausubstanz verloren ging und nur noch der Dom einen Besuch lohnt, so zählt das benachbarte Quedlinburg zum absoluten Highlight meiner Reise. Rund 1300 Fachwerkhäuser ( deutscher Rekord ) prägen das Stadtbild von Quedlinburg, das seit dem Jahre 1995 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Markt mit Roland, Rathaus, Burgberg und Stiftskirche sind nur einige der zahllosen Sehenswürdigkeiten und zeugen von der über 1000 jährigen Geschichte dieser einzigartigen Stadt.

Reise Suchen & Buchen

Haben Sie noch Fragen? Kontaktieren Sie mich:

Stefan Primke  

Gerne berate ich Sie persönlich vor Ort im Reisebüro Hannover. Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Reisebüro Hannover
E-Mail: hannover@galeria-reisen.de
Tel: 0511 35398590