Tipps für den Urlaub mit Hund

Der Urlaub mit Hund wird immer beliebter und jeder zweite Reisende nimmt sein Tier mit auf Achse. Die Vierbeiner schnuppern die maritime Luft an der Ostsee, gehen mit auf Wanderungen durch die bayerischen Alpen oder fühlen sich auf Campingplätzen in Italien und Frankreich wohl. Tierfreundliche Hotels, Hundestrände und Spielwiesen sorgen dafür, dass die Ferien für Zwei- und Vierbeiner ein voller Erfolg werden. Hier finden Sie viele geeignete Reiseziele für den Urlaub mit Hund sowie Wissenswertes, Anregungen und praktische Hinweise.


Die richtige Unterkunft für Sie und Ihren Vierbeiner

Immer mehr Hotelbetriebe und Unterkünfte stellen sich auf vierbeinige Gäste ein und bieten sinnvolle Extraservices. Ob Städtereise oder Strandurlaub, mittlerweile ist jede Art von Ferien mit Hund möglich. Welche Übernachtungsmöglichkeiten es für Zwei- und Vierbeiner gibt, zeigt unsere kleine Übersicht.

Hotels

In der Regel werden Hunde in Hotels gegen einen Aufpreis von 5 bis 25 Euro toleriert – ohne Futter. Explizit hundefreundliche Hotels behandeln die Vierbeiner wie Gäste. Vom Hundebett über Trink- und Fressnapf bis hin zu Spielzeug ist auf den Zimmern alles vorhanden, was Hund so braucht. Im Restaurant sind für die Hundebesitzer idealerweise separate Bereiche eingerichtet und zum Teil bekommen die Tiere eigens zubereitetes Futter.

Ferienwohnungen und Ferienhäuser

In dieser Art von Unterkünften kann sich der Vierbeiner frei bewegen, ohne andere Gäste zu stören. Bei Ferienhäusern sind Grundstücke mit eingezäuntem Garten ideal. Meist liegen die Domizile in ruhigen Gegenden im Grünen, so dass genügend Möglichkeiten für Spaziergänge vorhanden sind. Voll ausgestattete Küchen in Ferienunterkünften ermöglichen die problemlose Zubereitung und Aufbewahrung des Futters.

Campingurlaub

Größtmögliche Flexibilität haben Sie mit dem eigenen Mobilheim. An vielen Campingplätzen in Deutschland und Europa sind Vierbeiner willkommen. Wo Sie in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Belgien, Holland, Kroatien, Luxemburg, Schweden, Slowenien oder Spanien einen Campingurlaub verbringen können, verraten Campingverzeichnisse wie die des ADAC.

Urlaub auf dem Bauernhof

Ein Familienurlaub mit Kind und Kegel auf dem Bauernhof erfreut sich zunehmender Beliebtheit. In der mit Tieren vertrauten Landwirtschaft ist das Mitbringen von Hunden in den allermeisten Fällen kein Problem. Klären Sie vorab mit dem Gastgeber, ob ein eigener Hund auf dem Hof vorhanden ist, welche Tiere frei herumlaufen und ob eventuell ein Zwinger beziehungsweise eine Hundehütte für das Gasttier vorhanden ist.


Urlaubsaktivitäten mit Hund

Die meisten Hundebesitzer verbringen einen Großteil des Urlaubs mit ihren Tieren in der Natur. Wandern durch herbstliche Laubwälder steht ebenso auf dem Programm wie Winterspaß mit dem Hund. Mit guter Planung ist Sightseeing mit den Vierbeinern möglich und sogar ein Golfurlaub.

Sport mit Hund

Wandern ist die liebste Urlaubsbeschäftigung der Deutschen und auch Hunden macht die Bewegung in der Natur großen Spaß. Achten Sie bei der Tourenplanung auf die Streckenbeschaffenheit. Kletterpassagen sind besonders für kleine Hunde schwierig zu bewältigen. Liegen keine Flüsse oder Quellen am Weg, denken Sie an ausreichend Wasser für das Tier.

Im Winter lässt sich die Landschaft wunderbar auf Langlaufskiern durchstreifen. Auf manchen Loipen ist die Mitnahme des Tieres nicht erlaubt und bei hügeligen Strecken mit langen Abfahrten auch nicht empfehlenswert. Anders sieht es bei Skiwandertouren ohne präparierte Spuren aus. Hier müssen Sie nur beachten, dass der Hund nicht zu tief im Schnee einsinkt.

Für Golfspieler gibt es ausgewählte Plätze, auf denen auch der Hund willkommen ist. Golfplatzverzeichnisse helfen weiter.

Sehenswürdigkeiten besuchen

Viele touristische Attraktionen dürfen auch auf vier Pfoten besucht werden. Ob Burganlagen, Freilichtmuseen oder Tierparks, wenn der Hund bei Fuß geht und gegebenenfalls einen Maulkorb trägt, steht dem Vergnügen nichts im Wege. Informieren Sie sich vorab über die Bestimmungen der jeweiligen Einrichtungen und wählen Sie für Ihren Besuch möglichst einen Wochentag, an dem weniger los ist.

Pauschalurlaub mit Hund

Hat Ihr Hund noch Erziehungsbedarf oder möchten Sie sich mit anderen Hundebesitzern austauschen, ist ein spezieller Hundeurlaub das Richtige für Sie. Im Rahmen der Pauschalangebote arbeitet ein Trainer auf hauseigenen Trainingsplätzen mit Ihnen und dem Tier. Zum Angebot gehören weiterhin geführte Wandertouren, bei denen der Spaß der Tiere nicht zu kurz kommt.


Reisen mit Hund – unsere Tipps

Damit das Reisen mit Hund stressfrei für Mensch und Tier ist, sollte der Urlaub gut vorbereitet sein. Bei Bahnfahrten etwa müssen Zwischenstopps zum Gassi gehen eingeplant werden und das Tier unbedingt vorab an einen Maulkorb gewöhnt werden. Das Tragen ist in Zügen Pflicht. In Fernbussen sind Haustiere nicht erlaubt. Am Urlaubsort selbst können Sie durch einfache Verhaltensregeln Ärger mit anderen Urlaubern und dem Unterkunftsbetrieb vermeiden. Nehmen Sie ein altes Bettlaken mit, um die Hotelmöbel vor schmutzigen Pfoten zu schützen.

Autoausstattung und Einreisebestimmungen

Die meisten Hundebesitzer reisen mit dem eigenen Auto in den Urlaub. Kümmeren Sie sich um eine hundegerechte Ausstattung des Wagens, bevor es auf große fahrt geht. Besonders wichtig ist die Sicherung des Tieres mit einem Gurtsystem oder Trenngitter, die in einigen Ländern auch Vorschrift sind und kontrolliert wird. Wenn Sie eine Transportbox verwenden möchten, sollten Sie den Hund vor längeren Reisen daran gewöhnen. Nicht jedes Tier mag den beengten Raum.

Beachten Sie die Einreisebestimmungen für Auslandsziele und Durchreiseländer. So sind bestimmte Impfungen im Heimtierausweis nachzuweisen, vor allem gegen Tollwut. Häufig ist das Mitführen einer Leine und eines Maulkorbs Pflicht. Es empfiehlt sich außerdem der Abschluss einer Hundehalter-Haftpflichtversicherung.

Reiseziel vorab erkunden

Einschlägige Internetseiten und spezielle Reiseführer zeigen im Vorfeld, wo Sie die schönsten Routen für das Gassi gehen finden. Hinzu kommen praktische Tipps, was Sie mit dem Tier vor Ort unternehmen können. So gibt es in vielen Städten Freilaufwiesen, wo die Vierbeiner ohne Leine mit Artgenossen herumtollen dürfen. Auch hundefreundliche Stadtrundgänge gehören zur Vorschlagsliste.

Leichtes Gepäck

Gehen Sie öfter mit dem Vierbeiner auf Achse, lohnt sich die Anschaffung spezieller Reiseutensilien für den Hund. Gerade auf Reisen mit der ganzen Familie zählt jedes Gramm Gewicht. Mit aufrollbaren Hundedecken, faltbaren Trinknäpfen und Hundebetten zum Aufblasen sparen Sie jede Menge Platz und schleppen weniger. Auch auf Wanderungen und Ausflügen bewährt sich das leichte Zubehör.

Verhaltensregeln

Gut erzogene Hunde stoßen kaum auf Ablehnung. Trotzdem gibt es Menschen, die generell Angst vor Vierbeinern haben oder sie einfach nicht mögen. Nehmen Sie Rücksicht auf andere Urlaubsgäste und leinen den Hund an, auch wenn er anstandslos bei Fuß geht und aufs Wort hört. Setzen Sie sich an Parks oder Sehenswürdigkeiten nicht über Verbotsschilder hinweg und räume die Häufchen des Tieres auf. So wird Ihr Urlaub sicher tierisch gut.