Gran Canaria: wunderschöne Küstenabschnitte, spektakuläre Steilküsten und vieles mehr

Stefan Primke  
hannover@galeria-reisen.de

Gran Canaria hat mehr zu bieten als die zweifelsohne schöne und sehenswerte Dünenlandschaft von Maspalomas mit dem dazugehörigen Touristenmekka Playa del Ingles.

Brandungsumtoste Küstenabschnitte, spektakuläre Steilküsten, tiefe Schluchten, Kiefernwälder, historische Orte und nicht zuletzt eine fantastische, nahezu unberührte Bergwelt, die ein berühmter Schriftsteller einmal als ein „versteinertes Gewitter“ beschrieben hat, warten darauf von Ihnen entdeckt zu werden.

Um das alles hautnah zu erfahren, empfehle ich eine Mietwagenbuchung, nicht zuletzt, da die Fahrzeugpreise für die Kanaren über Sunny Cars moderat sind und die Benzinpreise extrem günstig ausfallen.

Als Standort empfehle ich die Ferienregion in und um Maspalomas im Süden der Insel. Hier schöpft man aus einer riesigen Auswahl an Hotels, Appartements oder Bungalowanlagen aller Preis- und Qualitätslagen. Außerdem befindet man sich unweit der Küstenautobahn GC1, die fast die ganze Insel umrundet und ein schnelles Vorankommen ermöglicht.

Eine Umrundung der Insel ist problemlos an einem Tag möglich. Nur Vorsicht – das zentrale Bergland mit seinen bis zu 2000 m hoch aufragenden Gipfeln erfordert höchste Konzentration und fahrerischen Mut, ein schnelles Vorankommen ist hier ein Fremdwort.

Meine Hotelempfehlung für Gran Canaria

RIU Don Miguel***
Dieses beliebte Adult-only Hotel der renomierten RIU Kette besticht durch die zentrale Lage mitten im Zentrum von Playa del Ingles. Die Zimmer sind im modernen Design gestaltet und die chillige Poolbar „Divine Lounge“ lädt nach einem erlebnisreichen Tag zum Entspannen ein.

Meine persönlichen Tourentipps

Tour 1   (Begegnung mit den Altkanariern)

Die Tour führt mich zu zahlreichen Zeugnissen der Guanchen, dem Volk der Urkanarier, deren Kultur schon wenige Jahre nach der spanischen Eroberung untergegangen ist.

Schon kurz nachdem man die GC1 verlassen hat schraubt sich die Straße GC65 in die Einsamkeit der Bergwelt empor. Ich folge ihr bis nach Santa Lucia. Fantastische Ausblicke auf die Höhlenfestung Fortalezza Grande und den palmenumsäumten Stausee Presa de Sorrueda begleiten mich. Nach kurzer Rast geht es über die GC550 hinab nach Aguimes. Die ehemalige Bischofsstadt hat den Zauber der Vergangenheit bewahren können. Der historische Kern mit seinen engen Gassen und den vielen Skulpturen ist einen Besuch wert.

Anschließend geht es in den Barranco de Guayadeque, eine faszinierend grüne, 20 km lange Schlucht mit bis zu 400 m aufragenden Felswänden. Sehenswert sind hier vor allem die auch heute noch bewohnten Höhlenwohnungen.
Ein weiteres Zeugnis der Guanchenkultur ist das wenige Kilometer nördlich gelegene Cuatro Puertas, ein Kult- und Versammlungsort.
Ein Abstecher in das in Sichtweite des Flughafens liegende malerische Fischerdorf Tufia ist lohnenswert.
Von hier bringt mich die GC1 wieder schnell zu meinem Startpunkt zurück.

Tour 2

Diese Tour führt mich zunächst über die GC1 in die Hauptstadt Las Palmas. Die Größe der Stadt und das dadurch bedingte Verkehrsaufkommen sowie der Parkplatzmangel erforden schon ein wenig Mut.

Sehenswert ist die Altstadt Vegueta mit den zahlreichen Kolonialbauten und der Kathedrale Santa Ana, von deren Turm man einen fantastischen Rundblick über die Stadt genießt. Über die Prachtstraße Triana und den Park San Telmo erreicht man den Stadtteil Santa Catalina und den Stadtstrand Playa de las Canteras, die Copacabana von Las Palmas.

Nachmittags geht es dann in den oberhalb von Las Palmas gelegenen Ort Tafira. Hier erwartet uns in einem schönen Tal der größte botanische Garten Spaniens (Eintritt kostenlos!). Planen Sie hier mindestens 2 Stunden zur Besichtigung des liebevoll gestalteten Gartens ein. Mehr als 2000 verschiedene Pflanzenarten sind in unterschiedlichen Themenbereichen zu sehen u. a. Lorbeer- und Drachenbäume, kanarische Kiefern und diverse Kakteenarten.

Auf dem Rückweg bietet sich ein Abstecher auf den Pico de Bandama an, einem 574 m hohen Vulkankegel, von dem man einen großartigen Ausblick entlang der Ostküste bis nach Las Palmas genießt und in den 200 m tiefen Abgrund der erloschenen Caldera blickt. Wer Zeit hat, kann den Krater auch umrunden oder in die Caldera hinabsteigen.

Tour 3

Heute geht es hoch hinaus. Ziel ist Gran Canarias höchster Berg; der Pico de la Nieves (1949m). Schon kurz hinter Maspalomas schraubt sich die GC60 in endlosen Serpentinen in die Höhe, und man kann an mehreren Aussichtpunkten auf die Costa Canaria und die Dünen von Maspalomas zurückblicken. Wer Interesse an der Guanchenkultur hat, kann am Mundo Aborigen, einer Art Museumsdorf, einen Zwischenstopp einlegen. Vorbei an verträumten Bergdörfern, wie Fatága und San Bartolomé erreicht man den Stausee Presa de los Hornos. Es empfiehlt sich, früh aufzubrechen um einen der wenigen Parkplätze zu ergattern. Von hier kann man zu einer kurzen Wanderung zum Roque Nublo aufbrechen, auch der Wolkenfels genannt, dessen markante Form ihn zum geologischen Wahrzeichen Gran Canarias machte. Von hier genießt man ein spektakuläres Panorama über die Bergwelt Gran Canarias bis zum Teide nach Teneriffa. Mit dem Pico de la Nieves in 1949m erreichen wir den höchsten Punkt der Insel. Über Cruz de Tejeda und das malerische Bergdorf Tejeda mit seinen schön restaurierten Landhäusern, vor einer beeindruckenden Bergkulisse, führt uns der Weg zum Roque de Bentayga. In einem kleinen Museum am Fuße des Berges erfährt man Wissenswertes über die Geologie sowie über die Bedeutung des Berges für die Guanchen, die den Berg als Kult- und Opferstätte nutzten und ihn während der spanischen Eroberung zu einer Festung ausbauten. Ein kleiner aber etwas mühevoller Spaziergang führt mich an die spektakulären Felswände dieses beeindruckenden Berges.Für die Rückfahrt wähle ich die GC605. Auf schmaler Straße über unzählige Serpentinen geht es vorbei an einsamen Stauseen und durch lichte Kiefernwälder zurück Richtung Küste.

Tour 4

Heute benötige ich mein ganzes fahrerisches Können, denn mit der einsamen Westküste erwartet mich das wildeste Stück von Gran Canaria. Ist die erste Etappe über die GC200 bis La Aldea mit seinen zahllosen Gewächshäusern noch relativ gut befahrbar, so ändert sich das schlagartig, sobald man in den Barranco de la Aldea auf die GC210 abbiegt.

Die Straße ist hier so schmal in den Fels geschlagen, dass sich zwei Autos nur mit Mühe begegnen können und die Hupe hier zwangsläufig zum Dauereinsatz kommt. Aber schon allein der Ausblick von der Mühle am Stausee Paranillo lohnt die Mühe allemal. Ein Abstecher zum Pinar del Tamadaba empfiehlt sich. Auf einer Ringstraße geht es durch einen schönen moosbewachsenen Kiefernwald, und es ergeben sich immer wieder fantastische Ausblicke zur Insel Teneriffa.

In Artenara, dem höchstgelegenen Dorf Gran Canarias, kann man zum Mittag in einem der kleinen Lokale bei typischer kanarischer Küche einkehren und gleichzeitig das Bergpanorama genießen. Danach geht es abwärts zur Nordküste. Die Landschaft ist hier üppig grün und versprüht einen Duft von Bergwiesen und Eukalyptusbäumen. Nach einem Zwischenstopp an der Caldera de los Galdar, mit einem spektakulären Ausblick in den Krater, geht es hinunter bis wir auf die Küstenautobahn treffen, die uns nach Puerto de las Nieves bringt. Von hier startet die Fähre nach Teneriffa, und der kleine Hafen mit seinen zahllosen Fischrestaurants und den weiß blauen Häusern versprüht einen eigenen Charme.

Von hier kann man schon auf unsere letzte Etappe entlang der faszinierenden Klippenküste blicken. Kühn krallt sich die Straße in die Steilwand, während mehrere hundert Meter tiefer das Meer an die Küste brandet. Hier zeigt sich Gran Canaria von seiner wildesten Seite. Guten Gewissens kann man erst wieder am Mirador del Balcon halten, einer Aussichtsplattform, von der man einen überwältigenden Ausblick auf die Einsamkeit der Westküste genießt.
Auf dem Rückweg empfehle ich unbedingt noch einen Stopp in Puerto de Mogan. Dieser Ort hebt sich wohltuend von den vielen verbauten Orten der Südküste ab. Um den schönen Yachthafen gruppieren sich zweigeschossige blumenberankte Häuser mit zierlichen Holzbalkonen. Ein Bummel durch die engen Gassen und entlang der kleinen Kanäle verleihen diesem Ort ein Bilderbuchambiente.

Nach all den anstrengenden aber schönen Ausflügen können Sie sich in Ihrem Urlaubsdomizil am Pool oder am Strand erholen. Machen sie einen Spaziergang durch die fantastische Dünenlandschaft von Maspalomas oder flanieren sie zum Sonnenuntergang über die schöne Uferpromenade von Meloneras.
All das sind Garanten für einen unvergesslichen Urlaub.

Natürlich hat Gran Canaria noch so viel Mehr zu bieten. Alles aufzuzählen würde hier jedoch den Rahmen sprengen. Ich hoffe, dass ich Ihnen die Vielfältigkeit der Insel etwas näher bringen konnte und Ihnen Appetit auf eine Reise nach Gran Canaria gemacht habe.

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